an dieser Stelle soll einmal ein unangenehmes Thema angesprochen werden, das leider fast schon alltägliche Realität in der Arbeit rund um den Tierschutz geworden ist. Dass für so manche Menschen kaum etwas wertloser ist als ein Katzenleben, sieht man auf den obigen Fotos. Ich bin immer wieder traurig und geschockt wenn ich so etwas erleben muss.

Katzen werden in jedem Jahr zu Hunderttausenden überfahren, abgeschossen, vergiftet, erschlagen, ertränkt. „Zartbesaitete Gemüter" setzen sie - wie die zwei im Bild - stattdessen irgendwo aus. Vermutlich in der gleichgültigen Annahme es wird schon jemand vorbeikommen der sich des Tieres annimmt, für dessen Pflege man selber keine Zeit oder keine Lust hat - oder einfach kein Geld erübrigen will.
Leider überleben die meisten Tiere das Warten auf einen tierfreundlichen Menschen nicht und sterben einen langsamen und qualvollen Tod. Die beiden Baby's auf den Bildern haben Gott sei Dank mehr Glück gehabt.

Sicherlich gibt es sie auch, die geliebten und verwöhnten Stubentiger, doch das Heer derer die unerwünscht sind ist riesengroß. So possierlich eine Katzenmutter mit ihren Kleinen ist, so liegt gerade in der Vielzahl der Geburten die Wurzel fast allen Katzenelends. Jede gesunde Kätzin kann ab dem 6. Lebensmonat zwei- bis dreimal jährlich durchschnittlich 4 bis 6 Junge pro Wurf gebären. Diese reihen sich wiederum im nächsten Jahr in diesen katastrophalen Geburtszyklus ein.

Was ist die Folge davon?
Einerseits überfüllte Tierheime mit Katzen, die nicht mehr „absetzbar" sind, andererseits ein Heer von herumstreunenden, größtenteils schon verwilderten Katzen. Oder so ein Elend wie auf unseren Fotos. Viele Menschen, sind der Meinung das ist halt so mit den Katzen, dagegen kann man nichts machen.
Der Katzenschutz Viechtach e.V. ist jedoch gleich vielen anderen Katzen- bzw. Tierschutzorganisationen der Überzeugung, man kann sehr wohl etwas dagegen tun wenn nur der gute Wille vorhanden ist. Wir sehen in dem auch in unserer Region existierenden Katzenelend kein unabwendbares Schicksal. Dieses Problem ist "Menschengemacht" und oftmals gekennzeichnet durch gedankenloses oder verantwortungsloses Handeln oder einfach durch Unwissenheit vieler Katzenhalter im Umgang mit ihrem Tier.

Kann man nun diesem Problem beikommen?
Es gibt eine überaus vernünftige und geradlinige Vorgehensweise zur Eindämmung des genannten Tierleids: die geplante, rechtzeitige Kastration von Katzen und Katern. Denn dann gibt es keine unerwünschten Geburten mehr. Um dieses Ziehl annähernd zu erreichen, bemüht sich der Katzenschutz zu helfen, soweit seine finanziellen Möglichkeiten sowie die räumlichen Kapazitäten dies ermöglichen.
Wir möchten durch unsere Arbeit auch bewirken, den Einzelnen etwas sensibler dafür zu machen, dass auch Tiere leiden können und dem Menschen im Guten wie im Bösen letztendlich ausgeliefert sind.

Zu guter Letzt möchte ich an dieser Stelle auch noch mal die Landwirte ansprechen.
Ein dominierender Anteil des nicht oder schlecht versorgten und oftmals kranken Katzennachwuchses stammt bedauerlicherweise von Höfen aus der Region.
Bitte meldet euch doch mal bei mir. Viele haben dies schon getan, haben kastrieren lassen und sind sehr froh darüber, dass jetzt ein gesunder Bestand auf den Hof ist !

Edeltraud Fuchs
1.Vorsitzende